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Klimaanpassung umfasst alle Maßnahmen, mit denen wir uns auf die bereits spürbaren und zukünftigen Folgen des Klimawandels vorbereiten. Dazu gehört zum Beispiel, Städte widerstandsfähiger gegen Hitze, Starkregen oder Trockenheit zu machen, etwa durch mehr Grünflächen, Verschattung oder ein angepasstes Regenwassermanagement. Ziel ist es, unsere Lebensqualität zu sichern und Schäden für Mensch, Umwelt und Infrastruktur zu vermeiden.
Warme Sommer hatten wir früher auch schon, oder? Tatsächlich gab es schon immer einzelne Jahre mit besonders hohen Temperaturen, Starkregen oder längeren Trockenphasen. Wichtig ist dabei, zwischen Wetter und Klima zu unterscheiden. Klima beschreibt die langfristige Entwicklung über einen Zeitraum von mindestens 30 Jahren, also Veränderungen bei Temperatur, Niederschlag, Wind und einigem mehr. Einzelne ungewöhnlich kühle oder nasse Sommer ändern nichts an diesem langfristigen Trend.
Der stetig zunehmende Ausstoß vom Treibhausgasen trägt dazu bei, dass sich der Klimawandel in den vergangenen Jahrzehnten deutlich beschleunigt hat. Und genau diese Klimaveränderungen sind nicht mehr nur vor Ort messbar, sondern auch im Alltag spürbar.
Ein Vergleich der Zeiträume von 1961 bis 1990 und von 1990 bis 2020 zeigt konkrete Veränderungen: Die Sommer sind im Durchschnitt um 7,7 Prozent trockener geworden, während die Winter rund 6,9 Prozent mehr Niederschlag aufweisen. Gleichzeitig hat sich die Anzahl der Starkregentage (mit über 50 Millimeter Niederschlag pro Tag) verdoppelt. Die Jahresdurchschnittstemperatur ist bereits um etwa 1 °C gestiegen. Besonders deutlich zeigt sich der Wandel bei den heißen Tagen: Die Anzahl der Sommertage (über 25 °C) ist um mehr als 55 Prozent gestiegen, die Zahl der heißen Tage (über 30 °C) sogar um 166 Prozent.
Diese Entwicklungen bleiben nicht ohne Folgen. Sie beeinflussen unser Wohlbefinden, verändern natürliche Lebensräume und erhöhen das Risiko für Schäden an Gebäuden und Infrastruktur, etwa durch Hitze oder Starkregen.
Genau hier setzt die Klimaanpassung an: Mit gezielten Maßnahmen können wir uns auf die veränderten Bedingungen einstellen. Ziel ist es, unsere Lebensqualität zu sichern, Schäden zu vermeiden und unsere Umgebung widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen. So schaffen wir auch in Zukunft eine lebenswerte und sichere Umwelt.
Klimaschutz setzt an den Ursachen an und zielt darauf ab, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren, um das Voranschreiten des Klimawandels zu begrenzen. Klimaanpassung hingegen konzentriert sich auf die Folgen des Klimawandels und darauf, wie wir mit ihnen umgehen. Beide Ansätze sind wichtig und ergänzen sich: Während Klimaschutz den Wandel bremst, hilft Klimaanpassung dabei, mit den bereits eingetretenen Veränderungen umzugehen.
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